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Ouédraogo Soumaila erneut an NOMA erkrankt

Heute ist der Verein Gegen Noma e.V. mit Dr. Zala unterwegs in der Nähe von Ouahigouya in Burkina Faso.
Wir besuchen Ouédraogo Soumaila, 7 Jahre alt, der mit seinen Eltern in Tougzagué lebt. Dieses Dorf ist nur 6 km von Ouahigouya, der drittgrößten Stadt in Burkina Faso, entfernt ist. Ouédraogo ist sehr schüchtern. Er besucht die Schule in seinem Dorf und geht dort in die Erste Klasse. Sein kleiner Bruder wurde geboren, als er im Krankenhaus „Centre Persis“ lag.

Tougzagué ist ein traditionelles Dorf, wo jede Parzelle von einer aus Lehm gebauten Mauer umzäunt ist. Obwohl ein Staudamm in der Nähe fließt, ist der Boden im Mai schon unheimlich trocken. Ein Maler hätte die Landschaft sehr wahrscheinlich mit zwei Farben dargestellt: die rot-braune Sandfarbe der Erde für alle Konstruktionen der Dörfer aus Lehmziegeln und die hellblaue Farbe des Himmels.

Trotz der Nähe zu einer Großstadt fällt uns der Mangel an Hygiene und guter Ernährung in der Umgebung auf. Besonders bemerkenswert ist die schlechte Mundhygiene (auch an Ouédraogos Vater zu beobachten) sowie ein schlechter Gesundheitszustand im Allgemeinen. Wahrscheinlich liegt darin die Ursache, dass der Junge im Alter von drei Jahren an Noma erkrankte.

Noma ist eine schreckliche Krankheit, an der vor allem Kinder erkranken, und die zum Tod führen kann. Sie wird auch Gesicht der Armut genannt, da sie durch Unterernährung und mangelnde Hygiene ausgelöst wird. Die extreme Armut in Teilen Afrikas liefert den idealen Nährboden für die Verbreitung von Noma. Ohne Behandlung führt NOMA in 80% aller Fälle zum Tod. Entsetzliche Verstümmelungen sind das Schicksal der Überlebenden.

Bei Soumailas wohnen die Tiere (Katzen, Ziegen u.a.) gemeinsam mit den Menschen in einem Haus. Alles liegt rum, wie zum Beispiel der Kot der Tiere. Hier wird nicht sauber gemacht, da den Leuten nicht bewusst ist, dass ein Mangel an Hygiene die Ursache für viele ihrer Leiden ist. Dazu kommt das Wasser! Aus einem handgemachten Brunnen wird von der Oberflächen Wasser getrunken! Das wäre kein Problem, wenn dieser Brunnen abgedeckt und geschützt wäre. Doch nach jedem Regen läuft das verschmutzte Wasser in den Brunnen…

Der Vater Soumaila ist mit zwei Frauen verheiratet und hat mindestens 12 Kinder. Die ganze Familie lebt unter schlechten Bedingungen und ist sehr arm.

Ein Aufenthalt von mehreren Wochen im Centre Médical Pédiatrique Persis ermöglichte es, Ouédraogo von Noma zu heilen. Seine Mundhygiene wurde verbessert, bevor ihm durch einen chirurgischen Eingriff der Kiefer operiert wurde.

So hatte Ouédraogo Soumaila Glück, in die Hände von Dr. Zala gekommen zu sein. Heute ist Dr. Zala zusammen mit den Vereinsmitgliedern von Gegen Noma e.V. zu Besuch. Und leider muss Dr. Zala wieder an den schwarzen Stellen auf den Zähnen und an dem Mundgeruch feststellen, dass die Krankheit Noma Soumaila erneut erwischt hat.

Der gemeinnützige Verein Gegen Noma e.V. aus Kempten unterstützt die sozialen Einrichtungen von Dr. Zala und finanziert Präventionsprogramme bzgl. Noma in Burkina Faso. Durch die Früherkennung mit Hilfe dorfeigener Heiler, ausreichender Ernährung und einfacher Behandlung mit Antibiotika und Desinfektionsmitteln kann die grausame Krankheit Noma bekämpft werden.

Mit einem Informations- und Ausbildungsprogramm wird dort elementares Präventionswissen, wozu auch Hygiene gehört, vermittelt. In den drei Stufen Information, Früherkennung und medizinische Grundversorgung soll so schließlich in jedem Dorf ein Gesundheitsagent und ein traditioneller Heiler in der Lage sein, die ersten Anzeichen von Noma frühzeitig zu erkennen, den Zustand des Kindes einzustufen, es zu behandeln oder bei schwerwiegender Beurteilung in ein Krankenhaus zu bringen.

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